
Der Kreisausschuss stimmte am Montagnachmittag einmütig für Essenbach (12.000 Einw.) als Standort des neuen Landratsamtes. Ein großer Erfolg für Landrat Deier. - Foto Hermann Schnall
Stadt und Landkreis Landshut (12.12.2017) Bereits am 14. Juli haben die 60 Kreisräte fast einstimmig den Neubau des Landratsamtes beschlossen. Gestern, Montag (11.12.), hat im Landratsamt ab 14 Uhr der Kreisausschuss einstimmig eine Standortentscheidung für den Neubau beschlossen. Das neue Landratsamat wird demnach in Essenbach, auf dem über 7 Hektar großen Gelände bei der Eskarahalle bzw. bei der Musikschule gebaut. Essenbach erzielte bei einer Punktewertung mit Abstand das beste Ergebnis (23,72 Punkte).
Altdorf belegt den zweiten Platz mit 19,84 Punkten, dann folgt auf Rang 3 Altfraunhofen mit 18,22 Punkten. Rang 4 erreichte Kumhausen mit 17,56 Punkten und dann folgt auf dem letzten und 5. Rang Landshut mit dem Standortvorschlag in Berggrub (neben der neuen Justizvollzugsanstalt). Kriterien waren der Grundstückspreis, die Größe des angebotenen Baugrundstücks (mindenstens 5 bis 8 ha), die Flexibilität und die Bürgernähe des Standorts, die vorhandenen bzw. möglichen Parkplätze, die Verkehrsanbindung mit öfffenlichen Verkehrsmitteln (ÖPNV) bzw mit dem PKW. Und schließlcih war der "weitere Mehrwert" ein Kriterien.

Also, der Abzug des Landratsamtes aus Landshut-Achdorf nach Essenbach (Neubau im Nahbereich der Eskarahalle) - siehe Foto Sobolewski - ist mit dem heutigen Beschluss im Kreisausschuss seit 16.16 Uhr somit beschlossene Sache.
Die 60 Kreisräte werden am kommenden Montag (18.12., 14 Uhr) den heutigen einstimmigen Beschluss pro Essenbach sicher ebenfalls einmütig gutheißen. Die Essenbacher dürfen schon einmal feiern! Es gab so gut wie keine Wortmeldung eines Kreisrats für einen anderen Standort als Essenbach. Die größte Landkreisgemeinde Ergolding (12.300 Einw.) hatte sich erst gar nicht beworben. Ein Erfolg für Landrat Peter Dreier auf der ganzen Linie.
Wenn sich die Stadt mit dem Landwirtschaftsministerium (Staatsmnister Brunner) über den Preis für den Baugrund des sog. Grünen Zentrums bis zum Jahresende nicht einigen kann und will, dann kann der Landkreis aus dem Stand, so Landrat Dreier, einen alternativen Standort für das Grüne Zentrum in einer Landkreisgemeinde anbieten. Favorit ist da erneut Essenbach. Es würden sich damit viele Synergieeffekte zusammen mit dem neuen Landratsamt ergeben. Vor kurzem hat ja der Zweckverband für das Rettungswesen bereits beschlossen, dass die neue Leitstelle ebenfalls in Essenbach neu gebaut wird und nicht in Landshut. Sie ist bisher bei der Hauptfeuerwache (Niedermayerstraße) etabliert. /hs

