
Landshut (03.2018) In diesem Jahr ist es 90 Jahre her, dass die Gemeinde Achdorf in die Stadt Landshut eingemeindet wurde. Aus diesem Anlass findet am Samstag, 6. Oktober, um 19 Uhr, eine Feier im Pfarrsaal von St. Margaret statt, die vom Bürgerverein Achdorf zusammen mit der Stadt Landshut ausgerichtet wird. Voraus geht eine Festmesse um 17.30 Uhr mit Dekan Alexander Blei und dem langjährigen Stadtpfarrer (im Ruhestand) Rupert Fischberger.
Den Festakt um 19 Uhr leitet die Begrüßung durch Stadtrat Gerd Steinberger, Vorsitzender des Bürgervereins Achdorf, ein. Es folgt nach den Grußworten von Oberbürgermeister Alexander Putz und Altoberbürgermeister Josef Deimer ein Festvortrag von Stadtarchivar Gerhard Tausche.
Vor 90 Jahren wurde die Gemeinde Achdorf in die Stadt Landshut eingemeindet. Aus diesem Anlass veranstaltet der dortige Bürgerverein gemeinsam mit der Stadt Landshut eine Jubiläumsfeier. Auf dem Foto von Richard Malec aus dem Jahre um 1950 ist die Kirche Alt-St.-Margaret zu sehen. (Foto: Sammlung Richard Malec)
Bestrebungen zu einer Zusammenlegung gab es seitens der Achdorfer bereits seit dem Jahr 1889. Unter Bürgermeister Alois Schmid stimmten bei einer Bürgerversammlung mit Ausnahme einer Person am 29. Dezember 1907 alle stimmberechtigten Gemeindebürger für den Anschluss an Landshut. War es zuerst die Stadt, die Vorbehalte gegen das Vorhaben hatte, gab es zwischenzeitlich auch Bedenken beim Achdorfer Gemeinderat, der ein Steigen der Mietpreise und keine gleichwertige Behandlung des neuen Stadtteils befürchtete. Am 24. Oktober 1925 fand hierzu im Zollhaus eine Aufklärungsversammlung für die Achdorfer Bürgerschaft statt, zu der auch Vertreter der Stadt erschienen. Dass die Verhandlungen doch zu einem erfolgreichen Ende kamen, war dem früheren Bürgermeister und Gemeinderat Felix Meindl zu verdanken. Unter dem letzten Achdorfer Bürgermeister Kaspar Brummer wurde schließlich die Gemeinde zum 1. April 1928 der Stadt einverleibt. So endete das 110-jährige selbstständige Bestehen der Gemeinde, die im Jahr 1818, wie die übrigen Gemeinden im Königreich Bayern, mit dem Edikt vom 17. Mai 1818 gebildet worden war. Das Ortsbild von Achdorf hat sich insbesondere seit Ende der 70er Jahre durch die Besiedlung der Hänge und Höhen gewaltig verändert. Waren es 1927 noch 2500 Einwohner, hat sich zwischenzeitlich die Einwohnerzahl (7.469) fast verdreifacht. Auffallend hoch ist der Anteil an Ein- und Zweifamilienhäusern. Nach wie vor prägt den Stadtteil eine Reihe von Vereinen. Aufgrund der Nähe zur Innenstadt und der topographischen Lage zählt Achdorf zu den begehrten Wohnlagen im Stadtgebiet.
Musikalisch wird der Festabend am Samstag von den Achdorfer Geschwistern Streule gestaltet. Im Anschluss an den offiziellen Teil besteht die Möglichkeit zum Gedankenaustausch bei einem Stehempfang sowie zu einem Besuch der für diesen Abend zusammengestellten Ausstellung über die Entwicklung Achdorfs, die vor allem anhand alter Fotos dokumentiert wird.

