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Landshuts Schulwege mit 5G-Technologie sicherer machen: Bund fördert Stadt mit 94.400 Euro

5G InnovationswettbewerbIn Vertretung der Stadt Landshut wurde CSU-MdL Oßner (Mitte) der Förderbescheid überreicht.

Landshut - pm (20.12.2019) Die Stadt Landshut gehört zu den Gewinnern des 5G-Innovationswettbewerbs des Bundesverkehrsministeriums. Am Donnerstag hat Bundestagsabgeordneter Florian Oßner (CSU) in Berlin stellvertretend für die Stadt Landshut den Förderbescheid in Höhe von rund 94.400 Euro von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer entgegengenommen.

Das Geld fließt in das Projekt 5-Safe zur Verbesserung der Schulwegsicherheit rund um die Bildungseinrichtungen in der Stadt. Durch die Technologie des mobilen Internets der fünften Generation soll das schulische Mobilitätsmanagement im Stadtgebiet verbessert und eine Verkehrssteuerung in Echtzeit entwickelt und erprobt werden.

Konkret geht es laut Oßner bei dem Projekt darum, durch die Nutzung von 5G-Technologie den Individualverkehr um die Schulen zu den Stoßzeiten so zu steuern, dass Gefahrensituationen vermindert werden. „Dafür sollen Verkehrsströme in Echtzeit verfolgt, Gefahrensituationen erkannt und Lösungsmaßnahmen eingeleitet werden“, erklärt der Verkehrspolitiker. „Zum Beispiel sollen Autofahrer auf kritische Situationen hingewiesen und wenn möglich auf Ausweichstrecken umgeleitet werden.“

Verkehrsführung in Echtzeit

Für die Umsetzung könnten zum Beispiel kabellose Sensoren in der Umgebung von Schulen installiert werden, um die Verkehrslage in Echtzeit zu erfassen und zu analysieren. „Auf dieser Datengrundlage könnten optimale Haltestellen für die sogenannten Elterntaxis vorgeschlagen werden. Eine dynamische Schulwegplanung könnte die beste Route zur Schule ausweisen. Außerdem könnten Ampeln gezielt so angesteuert werden, dass das punktuelle Verkehrsaufkommen entzerrt wird“, sagt Oßner.

Die Stadt Landshut hat mehr als 30 Schulen und Bildungseinrichtungen. Täglich sind mehr als 15.000 Schüler dorthin unterwegs. Durch das schnelle Wachstum der Stadt steigen die Schülerzahlen und das Verkehrsaufkommen stetig an. „Weil es bisher keine technische Lösung gibt, die Autofahrer situativ angepasst zu erhöhter Rücksichtnahme gegenüber Kindern und Jugendlichen auf dem Schulweg mahnt, packt die Stadt das nun selbst an. Dieses herausragende Projekt unterstützt der Bund sehr gern. Das ist Infrastruktur- und Mobilitätsförderung par excellence für eine sichere Zukunft.“

Drei Pilotschulen geplant

In einem ersten Schritt wird die Stadt Landshut nun mit den Stadtwerken und beteiligten Behörden wie der Regierung von Niederbayern und der Polizei ein konkretes Konzept für den Aufbau und Betrieb des Systems entwickeln. Dabei sollen bis zu drei Pilotschulen ausgewählt werden, an denen das Projekt in der Praxis erprobt werden kann. Außerdem sollen auch Elternvertreter eng mit einbezogen werden.

Bundesverkehrsminister Scheuer hob auch den ökologischen Aspekt hervor: „Gerade in Ballungsgebieten bestehen viele Herausforderungen rund um das Thema Mobilität. Bei immer größer werdenden Verkehrsaufkommen sollen die CO_2 -Emissionen verringert und Staus vermieden werden, ohne die individuelle Mobilität einzuschränken. Hierzu können die ausgewählten Projekte einen wichtigen Beitrag leisten. Unser Ziel ist es, einen ressourcenschonenden und umweltfreundlichen Verkehr bei größtmöglicher Sicherheit zu gewährleisten.“

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