Cookie Einstellungen

Um Ihnen ein angenehmes Online-Erlebnis zu ermöglichen, setzen wir auf unserer Webseite Cookies, darunter auch Tracking Cookies von Drittanbietern, ein. Detaillierte Informationen und wie Sie der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen. Mit Klick auf den Einverstanden-Button erklären Sie sich mit der Nutzung von Cookies einverstanden. Mehr...

Einverstanden

Rundschau LA Logo

Tag der offenen Tür Ganslberg
  • Home
  • Landshut
    • Politik
    • Soziales
    • Leute
    • Polizei / Gericht
    • Umwelt und Klima
    • Bildung und Schule
    • Verkehr
    • Kurzmeldungen
  • Landkreis / NB / BY
    • Landkreis
    • Niederbayern
    • Bayern
  • Sport
  • Kultur
    • Kino
    • Theater
    • Konzert
  • Wirtschaft
  • Gesundheit
  • Lesermeinung
  • Mediadaten
  • Archiv

Wespen und Hornissen locken auch Betrüger an - Familie aus Bruckberg wird Opfer von falscher Fachfirma (Internet)

Bruckberg - pm (15.09.2026) Auch wenn der Sommer langsam seinen Abschied ankündigt und die hochsommerlichen Temperaturen einer kühleren Witterung gewichen sind, herrscht bei den Wespen und Hornissen immer noch reges Treiben. Werden Nester unmittelbar am Haus entdeckt oder kommen die Tiere auch ins Haus, stellen sich viele Bürger die Frage, was nun zu tun ist. Diese Unsicherheit lockt auch Betrüger an. Ein besonders dreister Fall wurde unlängst aus Bruckberg gemeldet.

Wie auch bestimmte Wespenarten suchen sich Hornissen dunkle und damit geschützte Hohlräume aus, um ihr Nest zu bauen. In Bruckberg sind die Insekten bei einem Wohnhaus über die Verkleidung einer Dachgaube ins Gebäude gelangt und haben ihr Nest unbemerkt oberhalb der Decke des Badezimmers errichtet. Die betroffene Familie staunte nicht schlecht, als sie eines Tages ungebetene Gäste im Familienbad bemerkte, nämlich zahlreiche Hornissen.

Auf der Suche nach schneller Hilfe stieß die Familie im Internet auf ein Firmenportrait, das vertrauenerweckend wirkte. Der mit einem Portraitbild gezeigte Firmeninhaber verwies darauf, dass er seit vielen Jahren einen Meisterbetrieb führe und dass er sich für die fachliche Arbeit seiner Mitarbeiter verbürge. Wenn das „Problem“ mit den Insekten nicht zufriedenstellend gelöst werden könne, gebe es das Geld zurück. Außerdem sei die Anfahrt kostenlos und innerhalb von einer Stunde seien seine Mitarbeiter vor Ort. Dieses Gesamtpaket überzeugte die Familie und schon kurze Zeit nach dem Anruf bei der Hotline erschienen zwei Mitarbeiter. Die Familie solle sich ins Erdgeschoß begeben, weil bei der Behandlung giftige Dämpfe austreten könnten, so die Aussage der vermeintlichen Fachleute. Nach einiger Zeit schilderten die Mitarbeiter, dass sie das Problem gelöst hätten und abschließend die Tür zum Badezimmer der Familie von außen mit einem giftigen Schaum überzogen hätten, um die Tiere restlos abzutöten. Das Bad könne daher bis auf weiteres nicht genutzt werden.

Für ihre Dienstleistung verlangten die Personen letztlich knapp 1.000 Euro, die sofort entrichtet werden müssten. Die Familie war dabei so perplex, dass sie die Rechnungssumme anstandslos per EC-Karte bezahlte.

Die am nächsten Tag von der Familie hinzugezogene Hornissenberaterin des Landratsamtes konnte beim Öffnen des Bads die Tragweite des Einsatzes der vermeintlichen Fachfirma überblicken. Im Bad lagen rund 150 tote Hornissen und in der Badezimmerdecke klaffte ein Loch, durch das Insektengift in den darüber befindlichen Hohlraum geleitet wurde.

Zwischenzeitlich ist klar, dass die Internetseite, auf die die Familie aus Bruckberg vertraut hatte, ein Unternehmen vorgaukelt, das es nicht gibt. Das Bild des vermeintlichen Firmeninhabers stammt von einer kommerziellen Bilderdatenbank und die vollmundigen Versprechen sind allesamt gelogen. Wer bei der angegebenen Handynummer anruft, landet bei einer Person, die über ein Netzwerk Personen vor Ort in ganz Deutschland informiert. Diese Mitarbeiter verfügen zumeist über keinerlei Sachkunde, sondern setzen Substanzen ein, die aus sehr zweifelhaften Quellen stammen.

Bei dem beschriebenen Fall aus der Gemeinde Bruckberg wurde die Notlage der Familie schamlos ausgenutzt und darüber hinaus auch gegen geltendes Naturschutzrecht verstoßen. Hornissen sind nach dem Artenschutzrecht besonders geschützt und dürfen nur mit einer behördlichen Genehmigung gefangen oder getötet werden. Das Landratsamt hat daher Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Landshut erstattet. Die Naturschutzbehörde am Landratsamt verweist darauf, dass es im Landkreis zahlreiche Hornissenberaterinnen und -berater gibt, die der Bevölkerung mit Rat und Tat zur Seite stehen und in berechtigten Fällen auch Hornissennester umsiedeln, sodass die Tiere nicht getötet werden müssen. Dieser Service ist dabei kostenlos. Außerdem weist die Naturschutzbehörde darauf hin, dass Wespen- und auch Hornissennester im Oktober/November ganz natürlich absterben und dann gefahrlos entfernt werden können. Oftmals reichen damit Fliegengitter aus, um das Eindringen der Tiere ins Haus zu verhindern.

Die geschädigte Familie aus Bruckberg hat sich auch an die Polizei gewandt. Dort kennt man die Vorgehensweise der Täter von vielen vergleichbaren Fällen aus dem gesamten Bundesgebiet leider sehr genau. So schnell solche unseriösen Internetseiten entstehen, verschwinden sie auch wieder und werden durch neue Firmenportraits abgelöst. Auch die dazugehörigen Handynummern werden rasch gewechselt. Die Chance, das gezahlte Geld zurückzubekommen, ist also sehr gering.

Die Verbraucherzentrale rät dazu, Internetauftritte von Firmen auf Plausibilität zu prüfen. Firmenauftritte, bei denen nur eine Handynummern angeben ist und bei denen das Impressum fehlt, sollten hellhörig machen. Über Berufsverbände lassen sich seriöse Anbieter finden. Echte Profis stören oder töten Wildtiere nicht unbegründet und arbeiten bei ihrem Vorgehen eng mit den Naturschutzbehörden zusammen. Alle Alarmglocken sollten schrillen, wenn eine Firma verlangt, dass die Rechnung sofort vor Ort bezahlt werden muss. Kunden haben gemeinhin das Recht, eine Forderung zu prüfen. Wird man durch unseriöse Firmen unter Druck gesetzt oder gar bedrängt, die Rechnung sofort zu bezahlen, sollte man daher die Polizei verständigen. Betrüger werden spätestens dann die Flucht ergreifen.

Bernhard Schindler Wolfgang Bosbach

Wetter Landshut

Heute 24°C
Morgen 25°C
17.09.2026 20°C
© Deutscher Wetterdienst
Künstlerhaus Tag des offenen Denkmals
Mit welcher Schulnote bewerten Sie den Landshuter ÖPNV?
Sobolewski Passfotos

rundschau Leserstatistik

Rundschau Leserstatistik

Bernhard Schindler Wolfgang Bosbach

Die Top 9 aus 49 Tagen

  • Gretlmühle und Hofgarten nach Unwetter noch gesperrt
  • EVL und Reinhard Heinz beenden Pachtvertrag einvernehmlich
  • Heftiges Unwetter verursacht rund 100 Feuerwehr-Einsätze
  • 1.000 Zuschauer: Grandioser Landshuter 6:2 Sieg gegen 1860 München II
  • Vollbrand eines landwirtschaftlichen Schweinestalls
  • 21.30 Uhr: Großes Dultfeuerwerk und ein Feuerwerk der Stimmung auf der Dult
  • Flicksanierung am Kreisverkehr der B299 bei Vilsbiburg
  • Leipfinger-Bader setzt Engagement für EV Landshut fort
  • Zu den Entgleisungen von Bischof Stefan Oster - "Vielfalt ist keine Gefahr für die Demokratie, Herr Bischof!"
Vogginger

rundschau24

  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Transparenzverordnung

rundschau 24 unterstützen

Vielen Dank für Ihre Bereitschaft die Arbeit der landshuter rundschau via PayPal zu unterstützen.

Copyright © 2018 Landshuter Rundschau. All Rights Reserved. Created by Landshuter Rundschau
  • Home
  • Landshut
    • Politik
    • Soziales
    • Leute
    • Polizei / Gericht
    • Umwelt und Klima
    • Bildung und Schule
    • Verkehr
    • Kurzmeldungen
  • Landkreis / NB / BY
    • Landkreis
    • Niederbayern
    • Bayern
  • Sport
  • Kultur
    • Kino
    • Theater
    • Konzert
  • Wirtschaft
  • Gesundheit
  • Lesermeinung
  • Mediadaten
  • Archiv