Landshut – pm (07.10.2019) Schon wieder kam es zu einem drastischen Eingriff in Landshuts Hangwälder. Dieses Mal im Osten der Stadt. In einem Dringlichkeitsantrag will die Stadtratsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen nun Klarheit über den Sachverhalt. Bürgermeister Thomas Keyßner hat die Situation per Zufall beim Vorbeiradeln gesehen und zeigte sich von dem Anblick entsetzt:
"Was für ein Umgang mit unserer Landschaft - wieder einmal". Offenbar werde hier eine enorme Baumaßnahme vorbereitet, die das von der Nachbarschaft vorgegebene Maß komplett ignoriere, so Keyßner.
Ob und in wieweit hierbei auch gegen Vorschriften des Naturschutzes verstoßen wurde, darüber will Stadträtin Hedwig Borgmann Aufschluss erhalten: "Immer wieder kommt es in letzter Zeit in Folge von Hangeingriffen zur Vernichtung von wertvollen Grünstrukturen und Hangwald." Vergleichbare Natureingriffe passierten etwa am Hofberg, der Inneren Münchner Straße, in der Kellerstraße oder jüngst in der alten Bergstraße und Schönbrunnerstraße. "Was hier stattfindet, kann schon als Frevel bezeichnet werden. Um noch ein paar Quadratmeter mehr aus einem Baugrundstück herauszuholen, wird abgegraben und der natürliche Hangverlauf zerstört. Eine Entwicklung, die es schnellstens zu stoppen gilt, bevor Landshuts Hanglagen noch weiter Schaden nehmen."

