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ÖDP möchte Altdorfer Geothermie für die Stadt nutzen

Landshut – pm (11.03.2022) Mit einem umfangreichen Paket an Anträgen will die ÖDP mehr Energieunabhängigkeit für die Stadt Landshut erreichen. Ein Antrag befasst sich mit der Nutzung der Altdorfer Geothermiequellen. Damit soll auch erreicht werden, dass sich die Stadt bis 2037 vollständig mit erneuerbaren Energien versorgt. Hier der Antrag im Wortlaut:

Antrag

1. Die Verwaltung setzt das erforderliche Personal bzw. ein Planungsbüro für eine beschleunigte Umsetzung der Planungen ein, damit das Projekt baldmöglichst realisiert werden kann.

2. Es wird die frühestmögliche Umsetzung des Projekts angestrebt. Dazu stellt die Verwaltung dem Stadtrat einen zeitlichen Ablaufplan vor, der eine schnellstmögliche Realisierung des Projekts beinhaltet.

Begründung

Im bereits unterzeichneten „Letter of intend“ sollen die Ergebnisse einer Bedarfsanalyse erst bis spätestens 31.12.2023 vorliegen. Eine Beschleunigung des Projekts aufgrund der aktuellen politischen Rahmenbedingungen ist dringend notwendig. Zusätzlich ist es ratsam, dass ein Fernwärmeangebot für das neue Gewerbegebiet in der Münchnerau bald zur Verfügung steht, damit für Bauherren die Planungssicherheit bezüglich der Wärmeversorgung gewährleistet ist.

Die aktuellen politischen Entwicklungen in der Ukraine haben die große Abhängigkeit von fossilen Energieträgern deutlich gemacht. Eine Verknappung und damit Verteuerung von Heizöl und Gas sind wahrscheinliche Folgen.

Mit der Umstellung auf erneuerbare Energien soll die Wertschöpfung in der Region bleiben und nicht den Ölmultis und Gasoligarchen zugutekommen. Politische Abhängigkeit von erdöl- und erdgasexportierenden Ländern kann dadurch vermieden werden.

Hinzu kommt in den nächsten Jahren die steigende CO2-Steuer auf klimaschädliche Brennstoffe.
Mit der Versorgung von Geothermie-Wärme wird gewährleistet, dass Bauherren klimagerecht und weitgehend preisstabil und unabhängig von Öl und Gas ihre Immobilien mit Energie versorgen können.

Der Klimawandel schreitet unaufhörlich voran. Aufgrund des neuen IPCC-Berichts wird deutlich, dass sich das Zeitfenster für Maßnahmen schließt. Es ist deshalb ein Gebot der Stunde, dass auch Landshut so bald, wie möglich, weitere Maßnahmen gegen die Klimakrise unternimmt, um das Schlimmste zu verhindern.

Vor dem Hintergrund des Energie- und Klimaschutzkonzeptes der Stadt Landshut und dem ambitionierten Beschluss, bis 2037 eine vollständige Versorgung des Stadtgebiets mit erneuerbaren Energien zu erreichen, muss das Geothermieprojekt vorangetrieben und schnellstmöglich umgesetzt werden.

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