
Die interessierten Abschlussklassen der Mittelschule St. Nikola stimmten sich mit MdB Florian Oßner auf ihre Abschlussfahrt nach Berlin ein. Foto: Maria Rohrmeier.
Landshut - pm (03.07.2026) Die Abschlussklassen der Mittelschule St. Nikola in Landshut tauschten das Lehrbuch gegen gelebte Demokratie: Als Vorbereitung auf ihre anstehende Abschlussfahrt zur Bundeshauptstadt Berlin holten sich die Schülerinnen und Schüler den CSU-Bundestagsabgeordneten Florian Oßner direkt in das Klassenzimmer.
In einer lebhaften Diskussion ging es um den Berliner Politikbetrieb, die Kosten des Führerscheins und drängende gesellschaftliche Fragen.
Einblick in den Berliner Alltag
Klassenleiter Sebastian Stauder initiierte den Besuch, um den Jugendlichen einen praxisnahen Blick auf die Bundespolitik zu ermöglichen. Oßner berichtete zu Beginn offen über seinen dichten Terminkalender und den Spagat zwischen den Sitzungswochen in der Bundeshauptstadt und der Arbeit vor Ort in der Region Landshut-Kelheim.
Die Schüler zeigten sich besonders am persönlichen Alltag des Politikers interessiert. Auf die Frage einer Schülerin nach persönlichen Anfeindungen reagierte Oßner differenziert: Zwar benötige man in der Bundespolitik ein "dickes Fell", die Situation für polarisierende Politiker an den politischen Rändern schätze er jedoch als deutlich schwieriger ein. "Als Vertreter einer Partei der Mitte, die aktuell stark daran arbeitet, Lösungen zu finden, erhalte ich vor allem inhaltliche Kritik, aber wenige Beleidigungen", betonte Oßner. Solche sachliche Kritik sei für den politischen Meinungsbildungsprozess wertvoll und absolut notwendig.
Führerscheinreform und Migration
Dass die Jugendlichen die aktuellen Nachrichten sehr genau verfolgen, bewiesen ihre gezielten Fragen zu konkreten Gesetzesvorhaben. Großes Thema im Raum war die angekündigte Führerscheinreform. Der Haushaltspolitiker Oßner machte den angehenden Autofahrern Hoffnung: Durch die geplante Streichung bestimmter Pflichtstunden und weitere Erleichterungen solle der Auto-Führerschein für die Schülerinnen und Schüler spürbar günstiger werden.
Auch vor den komplexen und emotionalen Themen der Bundespolitik machten die Klassen nicht halt. Intensiv diskutiert wurde die Migrationspolitik der AfD. Der Wirtschaftspolitiker fand hierzu klare Worte und unterstrich die fundamentale Bedeutung von Zuwanderung für den deutschen Arbeitsmarkt: "Ohne die Arbeit von Migranten würde unser Land kollabieren. Wir brauchen sie in medizinischen Berufen, in der Pflege genauso wie im Baugewerbe. Jeder, der selbst dazu beiträgt, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, ist willkommen. Dem Rest dürfen wir es jedoch nicht so leicht machen. Deshalb haben wir verstärkte Grenzkontrollen durchgesetzt", so Oßner. Die populistischen Pläne der AfD zur sogenannten "Remigration" bezeichnete der CSU-Abgeordnete als "fatales Zeichen", das für Deutschland als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt völlig kontraproduktiv wäre.

