Landshut - pm (19.02.2026) Nach einer enttäuschenden zweiten Verhandlungsrunde ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) auch in Landshut nun vermehrt zu Streiks auf. Am Freitag, 20. Februar, wird der Stadtverkehr ganztägig (einschl. der Nachtlinien) bestreikt. Es findet von 6 bis 9 Uhr ein Streikfrühstück im Verkehrsbetrieb Landshut (Schulstr. 1) statt. D
ie Beschäftigten tauschen sich hier zum Stand der Tarifrunde und die Arbeitsbedingungen allgemein aus und machen deutlich, dass ein neues Angebot auf den Tisch muss.
Vom Streik in dieser Woche sind betroffen: Bamberg, Augsburg, Regensburg, Landshut und Passau
In der Tarifrunde für die kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Bayern hat am Freitag, 13. Februar, die zweite Verhandlungsrunde mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Bayern stattgefunden. Ergebnis: Stillstand. Am völlig unzureichenden Angebot der Arbeitgeber hat sich nichts geändert.
ver.di macht klar: Wenn der KAV Bayern weiter auf Zeit spielt, wird sich der Druck erhöhen. Die Warnstreiks müssen bis zum nächsten Verhandlungstermin ausgeweitet werden – und zwar ausdrücklich auch außerhalb der Ballungsräume. Einen guten ÖPNV brauchen wir in ganz Bayern und die Beschäftigten in den Verkehrs- und Servicebereichen tragen die Belastung hierfür überall im Land, nicht nur in München und Nürnberg.
In dieser Woche werden die Verkehrsbetriebe in…
- Bamberg (17. + 18.02.2026)
- Regensburg (19. + 20.02.2026)
- Augsburg (19.02.2026)
- Passau (20.02.2026)
- Landshut (20.02.2026)
… jeweils einen oder zwei Tage bestreikt. (Details über die örtlichen Ansprechpersonen)
Dr. Katharina Wagner, Branchenkoordinatorin Busse und Bahnen, erklärt: „Die Arbeitgeber verweisen weiter stur auf die klammen Kassen der Kommunen. Das Versagen der Politik in puncto auskömmlicher Finanzierung des ÖPNV kann nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. Die Arbeitgeber scheinen noch nicht zu begreifen, dass das Personal im ÖPNV am Limit ist.“
Sinan Öztürk, stellvertretender Landesbezirksleiter ver.di Bayern, wird deutlich: „Wir werden die Streiks ausweiten. Das war verhinderbar. Ein ernstzunehmendes Angebot heute hätte weitere Streiks abgewendet. Wenn es in den nächsten Wochen zu spürbaren Einschränkungen im ÖPNV kommt, dann geht das auf das Konto des KAV Bayern.“
ver.di fordert weiterhin eine Entgeltsteigerung von 668,75 Euro sowie Verbesserungen bei der Arbeitszeit, insbesondere die Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit und eine Mindestruhezeit von elf Stunden. Diese Punkte sind kein Luxus, sondern Voraussetzung, um Personal zu halten und neue Kolleg:innen für die Verkehrsbetriebe zu gewinnen, nicht nur heute sondern auch in Zukunft. ver.di appelliert hier an das Verständnis der Fahrgäste: Die Streiks sind nicht gegen Euch gerichtet. Aber wer morgen einen ausgeschlafenen Fahrer will und übermorgen noch einen funktionierenden ÖPNV, der muss heute ins Personal investieren.

