
Bürgermeister Andreas Strauß, Landrat Peter Dreier, Thomas Stöckl vom kreiseigenen Hochbau (2. v. l.), Günter Deller vom Bauamt des Marktes Ergolding (rechts) und Projektsteuerer Marc Feil (links) sind sich einig: Der Bund muss für die neue 3+1-Turnhalle in Ergolding stabile Förderbedingungen schaffen.
Ergolding - pm (13.02.2026) So ziemlich jeder Landkreis-Bürger, der in seinem Leben mit Fußball oder anderem Breitensport zu tun hat oder hatte, hat den ein oder anderen Wettkampf in der Mehrzweckhalle Ergolding bestritten. Die bestehende Halle wird vom Landkreis Landshut und dem Markt Ergolding gemeinsam betrieben und ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Die Planungen zu Sanierung und Erweiterung des Standorts sind bereits weit fortgeschritten.
Jedoch steht das Thema Finanzierung einem Beginn der Bauarbeiten noch im Weg. Denn: Das Projekt wurde gestoppt, da der Bund ein interessantes Förderprogramm aufgelegt hat.
Der Bedarf ist offensichtlich groß: Nach Informationen des örtlichen Bundestagsabgeordneten Florian Oßner ist dieses Förderprogramm bereits vielfach überzeichnet, über 3 600 Projekte wären schon angemeldet. Aus diesem Grund hat er, nach Vereinbarung mit den Bundestagskollegen, entschieden, nicht an diesem vor Ort-Termin in Ergolding teilzunehmen. „Das ist bedauerlich. Wir sehen ihn als unseren örtlichen Bundestagsabgeordneten dennoch in der Pflicht, uns hier zu unterstützen – zumal er als Hauptberichterstatter dieses Ausschusses tätig ist und dies auch immer wieder betont“, sind sich Landrat Peter Dreier und Ergoldings Bürgermeister Andreas Strauß einig. Und dass das Förderprogramm bereits jetzt so überzeichnet ist, zeige, wie hoch der Bedarf ist: „Solch große Investitionen können nicht mehr länger rausgezögert werden und überfordern viele Kommunen.“
Der enge Schulterschluss, den der Markt Ergolding und Landkreis Landshut hier suchen, ist eines der Alleinstellungsmerkmale im mittlerweile breiten Bewerberfeld, sind sich die Beteiligten einig. Denn in Ergolding entsteht so eine 3+1 Turnhalle, ergänzt durch einen Schießstand, der Erweiterung der benachbarten Realschule, Räumen für VHS, und einem Kinderhort für 200 Kinder auf der Halle. „So ein Programm ist wahrscheinlich einzigartig. Wir haben uns bewusst entschieden, nicht unnötig Grund und Boden zu versiegeln und bei der Planung über den Tellerrand geschaut. Dabei haben wir sehr innovative und nachhaltige Lösungen gefunden“, so Bürgermeister und Landrat.
Fußball, Tischtennis, Bogenschützen, Darts, Sportschützen, Volleyball oder Showtanz: Die Nachfrage ist groß, das sportliche Angebot in Ergolding und dem Landkreis umfangreich und vielfältig. Mehrere tausend Vereinsmitglieder würden von dem neuen Vereinszentrum profitieren. Das Besondere an diesem Projekt ist die enge Einbindung lokaler und regionaler Vereine in die Planungen, die bei den klassischen Förderprogramm eher weniger berücksichtigt werden können: „Diese Förderung würde also den Vereinsstrukturen zu Gute kommen und würden direkt in die Baumaßnahme fließen.“
Ursprünglich waren die Kosten mit rund 46 Millionen veranschlagt, aufgrund weiter steigender Baupreise wird dieser Rahmen wohl nicht mehr zu halten sein, wenn nicht bald die Bagger rollen können. „Die Planungen sind quasi fertig, wir könnten schnell starten, sobald die Förderung geklärt ist“, erklärten die Projektbeteiligten Thomas Stöckl vom kreiseigenen Hochbau des Landkreises, Günter Deller vom Bauamt des Marktes Ergolding und Projektsteuerer Marc Feil.

