
Die Roten Raben sind am Samstag wieder gefordert. Sie müssen beim DSHS Köln antreten. - Foto: Andreas Geißer
Vilsbiburg - pm (20.02.2026) Es ist jede Woche die gleiche Ausgangsbasis. Die Roten Raben werden von einer Mannschaft erwartet, die darauf brennt, dem Tabellenführer ein Bein zu stellen. So ist es auch am Samstag, wenn die Vilsbiburger Damen um 19 Uhr beim Tabellensechsten DSHS SnowTrex Köln antreten müssen. Raben-Trainer Guillermo Gallardo warnt seine Spielerinnen, jetzt lockerzulassen, weil die beiden schweren Spiele gegen VCO Dresden und TV Planegg-Krailling erfolgreich absolviert worden sind:
„Uns erwartet in Köln wieder ein schwieriges Spiel“, ist er überzeugt.
DSHS Köln hat, wie die Roten Raben, 21 Spiele in der Sparda 2. Liga Pro absolviert. Dabei haben sie zwölf Mal das Spielfeld als Gewinner verlassen und stehen aktuell auf dem sechsten Tabellenplatz. Die Roten Raben haben 20 Spiele gewonnen, 61 Punkte gesammelt und sind unangefochtener Spitzenreiter.
Kölns Cheftrainer Jimmy Czimek macht im Vorfeld ihren Kampfgeist deutlich. Er betont, dass sie nichts zu verlieren haben und es gerade diese Spiele sind, die sie reizvoll finden. Er erinnert daran, dass sie in der vergangenen Spielzeit den damals noch ungeschlagenen Tabellenführer Borken auswärts besiegen konnten. Zwar vermutet er, dass Vilsbiburg „nichts anbrennen lassen“ wird. Doch er verspricht den Kölner Volleyballfans auch, „dass wir uns etwas einfallen lassen, um eventuell doch für eine Überraschung zu sorgen“. „Mit Mut, Leidenschaft, Blockstärke und der Unterstützung der Heimkulisse will Köln dem Favoriten alles abverlangen“, ist in ihrem Stadionheft zu lesen.
Das Team von Trainer Guillermo Gallardo ist also gewarnt. Auch Köln wird nichts unversucht lassen, um den Höhenflug der Roten Raben zu bremsen. „Jede Kölner Spielerin brennt darauf, sich gegen uns zu beweisen. Da braucht es keine Extra-Motivation“. Er weiß aus dem Videostudium, dass die Kölner Mannschaft „ein unkonventionelles System spielt“. Er meint damit unter anderem diesen hohen Ball in die Mitte, den sogenannten Domball in Anlehnung an den Kölner Dom. Diese Variante und zwei, drei andere Eigenheiten des Kölner Spiels hat der Raben-Trainer seinen Spielerinnen in diversen Videos gezeigt und mögliche Antworten mit ihnen besprochen. „Ansonsten ist es so, dass wir versuchen werden, unser eigenes Spiel durchzuziehen“, macht Gallardo die Marschrichtung klar.
Er ist froh, dass er in Köln mit allen Spielerinnen antreten kann. „Wir haben in dieser Woche gut trainieren können. Diana (Vavrek) und Anni (Deliano) waren nach längerer Verletzungspause wieder im Training, so dass wir mehr Spielerinnen zur Verfügung hatten“. Aufgrund der aktuellen Wetterkapriolen ist er froh, dass sie bereits am Freitag nach Köln gefahren sind. „So haben die Spielerinnen genügend Zeit, die siebenstündige Fahrt wegzustecken“, weiß er aus Erfahrung.
Ein wichtiger Punkt, denn er hat bei der einen oder anderen Spielerin in den vergangenen Tagen eine leichte Erschöpfung festgestellt. Deshalb wird er in den kommenden Wochen auch die Trainingsumfänge etwas reduzieren, damit sich die Spielerinnen regenerieren können. Schließlich müssen die Roten Raben noch nach der Begegnung in Köln noch sechs Spiele absolvieren. Gleichzeitig mahnt er bei allen Spielerinnen aber auch eine professionelle Einstellung an: „Wir müssen alle unsere Leistung bringen. Sonst wird der Erfolg rasch weiterziehen“.

