
Gekämpft wurde nicht nur um den Puck: Auch Martin Has und Marco Münzenberger kamen sich kräftig in die Wolle. - Fotos: W. Götz
Landshut – gw (12.03.2026) Nach Abschluss der Hauptrunde bedeutete Platz Acht für den EVL, dass er sich in den Pre-Playoffs mit zwei Siegen gegen die Düsseldorfer EG für die Playoffs beweisen muss. Diesen Beweis lieferte Uwe Krupps Team am gestrigen Mittwoch ab. Stand die Mannschaft in den ersten Minuten noch etwas schwammig auf den Kufen, entwickelte sich schnell ein Match, in dem der EVL gegen die Gäste dominierte: Angriffslustig, kampfstark, voller Siegeswillen und im wahrsten Sinne des Wortes schlagkräftig.
Im ersten Drittel zeigte sich der EVL in einer Form, wie man sie zu Saisonbeginn kannte und keinen Zweifel daran ließ, wer als Hausherr am Gutenbergweg das Sagen hat. In der elften Minute setzte Tor Immo die erste Markierung ins Düsseldorfer Tor und knapp zweieinhalb Minuten vor der Drittelpause erhöhte Julian Kornelli in Überzahl auf 2:1. Das Spiel war fair. Nur eine Düsseldorfer Strafzeit hatten das Schiedsrichtergespann um Aleksander Polaczek zu ahnden. Das sollte sich noch ändern.

Zehn Minuten und 46 Sekunden: Goldhelm Tor Immo nutze die Lücke im Düsseldorfer Tor zum 1:0.
Im Drittelratsch waren die Fans begeistert. „Die Roten kommen zurück“, wurde in Bezug auf die Wahl am vergangenen Sonntag gewitzelt.
Gleich zu Beginn schafften es die Gäste vom Rhein zu provozieren und Härte ins Spiel zu bringen. Eric Brown verwickelte Jesse Koskenkorva in einen Faustkampf. Beide musste für fünf Minuten auf die Bank. Die Fans waren sauer, dass die Schiris nicht den Verursacher alleine bestraften, sondern Koskenkorva ebenfalls aus dem Spiel nahmen.
Unglücklich lief es für den EVL und Torwart Jonas Langmann in der 28. Minute. Ein abgefälschter Puck wanderte kullernd-rutschend unhaltbar für Langmann ins Landshuter Tor. Doch dieses Pech glich nur drei Minuten später Finn Serikow mit seinem 3:1 für die Landshuter Gastgeber gekonnt aus. Fünf Minuten später wurde wieder gerauft, was für Tor Immo und Marco Münzenberger zwei Minuten auf der Strafbank bedeutete.

30 Minuten und 43 Sekunden: Finn Serikows Schuss von der blauen Linie traf zum 3:1 perfekt ins Ziel.
Gut drei Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, als Tobias Lindberg den Puck für den EVL zum verdienten 4:1-Sieg im Düsseldorfer Tor versenkte. Die Stimmung in der VR-Bank-Landshut Arena war vor 4.149 Fans am Höhepunkt. Genau mit dieser Spiellaune wollen die Fans ihren EVL erleben und siegen sehen.
Je näher die Schlusssirene rückte, um so verrückter wurden die Szenen auf dem Eis. Was im Regelbuch des Eishockeysports „Unsportliches Verhalten“ genannt wird und in der Realität einen Boxkampf darstellt, bedeutete für Martin Has und Max Balinson zwei Minuten auf der Strafbank. Gut zwei Minuten vor Spielende konnte sich Colton Jobke nicht mehr unter Kontrolle halten und bekam wegen „Faustkampf“ fünf Minuten und eine Spieldauerdisziplinarstrafe mit auf den Weg in die Kabine und 13 Sekunden vor Spielende gaben sich Martin Has und Marco Münzenberger nochmals die Fäuste, was eine weitere Fünf-Minuten-Strafen bedeutete.

43 Minuten und zwölf Sekunden: Tor Immo legte vor und Tobias Lindberg verwandelte zum 4:1.
Trotz dieser Turbulenzen auf dem Eis behielt der EVL den Überblick und trotzte den Düsseldorfern erfolgreich bis zum Schluss, obwohl diese in sechs zu vier Konstellation noch versuchten, ihre Niederlage abzuwenden.
Am kommenden Sonntag folgt in Düsseldorf die Revanche. Sollte es dem EVL gelingen, den zweiten Sieg klar zu machen, tritt er in den Playoffs gegen Krefeld oder Kassel an. Sollte Düsseldorf den Ausgleich holen, gibt es ein drittes und letztes Entscheidungsspiel am Sonntag um 17 Uhr in Landshut. In der zweiten Pre-Playoff-Partie des Abends siegten die Lausitzer gegen Crimmitschau im Sachsenduell 3:2 in Overtime.
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