Landshut - pm (14.04.2026) Auch am heutigen bayernweiten Streiktag im kommunalen Nahverkehr kam der Busverkehr in Passau, Regensburg und Landshut größtenteils zum Erliegen. In Landshut wollten die Streikenden auch in Politik und Öffentlichkeit ein lautstarkes Zeichen setzen und trafen sich um 9 Uhr zu einer Kundgebung am Rathaus. Rund 50 Streikende machten trotz Nieselregen ordentlich Lärm, um den Arbeitgeberverband zur morgigen fünften Verhandlungsrunde zu einem Angebot zu bewegen.
"Im Busbetrieb verdienen die Beschäftigten ca. 670 €uro weniger als in den anderen Bereichen der Stadtwerke. Das macht sich bei den aktuellen Preissteigerungen bei Miete, Lebensmittel und Benzin nun deutlich bemerkbar", sagt Nicolaus Riebl, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär in Niederbayern. "Die Forderungen sind nicht total überzogen, wie es von manchen Seiten gerne dargestellt wird, sondern längst überfällig!"
Solidarisch zeigten sich auch einige Beschäftigte der Stadt Landshut, die den Streikenden vor Ort ihre Unterstützung zusicherten. Die Beschäftigten selbst machen heute klar: Sie stehen geschlossen hinter ihren Forderungen.
"Wir hoffen, dass der Arbeitgeberverband endlich zur Vernunft kommt und uns morgen ein gescheites Angebot präsentiert. Auch wir wollen zum normalen Alltag zurückkehren, aber nicht zu jedem Preis: Wir sind bereit, für unsere Forderungen auch weiterhin einzustehen, bis sich endlich was bewegt.", sagt Rosa Dübell, Busfahrerin in Landshut.
Die fünfte Verhandlungsrunde findet morgen in Nürnberg statt. Zuletzt hatte sich die Gewerkschaft in der vierten Verhandlungsrunde auf den Arbeitgeberverband etwas zubewegt. Der Arbeitgeberverband gab ein neues Angebot ab, das jedoch noch weit von den Forderungen der Beschäftigten entfernt war.

