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Bürgernähe auch nach der Wahl - BM-Kandidatin Sibylle Entwistle will beim Kulturhaus neue Wege gehen

bm kandidatin sibylle entwistleBürgermeisterkandidatin Sibylle Entwistle (SPD)

Trauterfing - pm (06.03.2020) Von der Baulandpolitik über die Mobilfunkversorgung bis zum Kulturhaus. Mit einem breiten Spektrum von Themen befasste sich am letzten Wochenende die Wahlversammlung der Sozialdemokraten. Dabei kam es zu einem regen Meinungsaustausch mit den zahlreich erschienen Bürgern. 

Sibylle Entwistle (SPD) erläuterte zunächst ihre Vorstellungen zur Baulandpolitik in der Stadt und im Umland und vertrat die Auffassung, das Verbot, Einliegerwohnungen zu errichten, müsse in der nächsten Wahlperiode geändert werden.

Nur so sei es möglich, Mehrgenerationenhäuser mit einer Reihe von Vorteilen für die älteren und jüngeren Bewohner zu schaffen. - In der Diskussion wurde bemängelt, das Thema Kulturhaus komme regelmäßig vor Kommunalwahlen auf die Agenda und werde dann stets wieder von anderen Projekten abgeräumt. Sibylle Entwistle stelle fest, die Kulturschaffenden hätten in Vilsbiburg keine Heimat und kündigte an, mit ihr als Bürgermeisterin werde man anders an die Sache herangehen.

Auch wenn die Stadt ein Kulturhaus nicht aus eigener Kraft stemmen könne, sei sie strikt gegen die Einschaltung eines Investors. Vielmehr müsse man bei diesem Vorhaben auch einmal den Mut haben, ungewöhnliche Wege gehen. Anbieten würde sich beispielsweise eine Bausteinaktion, wie sie vor etwa einem halben Jahrhundert mit großem Erfolg für das Kreiskrankenhaus durchgeführt worden sei. Nach der Wahl sollte man sich mit allen Kulturschaffenden besprechen um das Projekt mit neuem Schwung voranzutreiben.

Die Klagen über die schlechte Mobilfunk- und Breitbandversorgung besonders in den ländlichen Gebieten scheinen nicht abzureißen und wurden auch in dieser Zusammenkunft vorgebracht. Zweiter Bürgermeister Johann Sarcher bezeichnete die Privatisierung staatlicher Betriebe wie Bahn und Post als das Grundübel. Nachdem der Bund sein Eigentum dem Einfluss von Investoren überlassen habe, habe eine Art „Rosinenpickerei“ eingesetzt. Danach seien nur die lukrativen Gebiete voll versorgt und viele ländliche Räume vernachlässigt worden.

Die Stadt sei zwar in einem Förderprogramm, müsse jedoch feststellen, dass es sehr schwierig sei, im Nachhinein den Fuß in die Tür zu bringen. Aus dieser Geschichte solle man Lehren ziehen und sehr vorsichtig sein, wichtige Bereiche der Daseinsvorsorge dem so genannten „freien Spiel der Kräfte“ zu überlassen.

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