
Kartonwand mit Vertrauensleuten vor dem BMW Group Werk Dingolfing und den wichtigsten Forderungen und Zukunftsbotschaften der Beschäftigten. Foto: IG Metall Landshut – Rina Hetemi
Dingolfing/Landshut - pm (21.09.2026) Erfolgreicher Automobil-Aktionstag der IG Metall in Dingolfing und Landshut. Klare Forderungen an Arbeitgeber und Politik. Beschäftigte senden mehr als 4.500 Botschaften für ihre Zukunft. - Mit eindrucksvollen Aktionen an den BMW-Standorten
Dingolfing und Landshut hat sich die IG Metall Landshut heute am bundesweitenAutomobil-Aktionstag beteiligt.
Unter dem Motto „Zukunft statt Kahlschlag – Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke“ setzten die Beschäftigten ein deutliches Zeichen für sichere Arbeitsplätze, starke Standorte und eine zukunftsfähige Automobil- und Zulieferindustrie.
Rund 250 Vertrauensleute der IG Metall beteiligten sich beim Schichtwechsel am BMW Group Werk Dingolfing an einer sichtbaren Aktion vor Tor 3. Gleichzeitig sammelten die Kolleginnen und Kollegen in Dingolfing und Landshut hunderte Forderungen, Anregungen und Zukunftsbotschaften der Beschäftigten. Bereits im Vorfeld waren an beiden Standorten zahlreiche Gespräche geführt worden, um Sorgen, Erwartungen und Forderungen der Belegschaften aufzunehmen.

Aktion am Tor 3 des BMW Group Werks Dingolfing mit Vertrauensleuten und rotem Tuch. Foto: IG Metall Landshut – Rina Hetemi
Auch am BMW Group Werk Landshut beteiligten sich rund 120 Vertrauensleute an einer Aktion zum Schichtwechsel vor Tor 2. Dort präsentierten sie den Beschäftigten die wichtigsten Botschaften, Forderungen und Zukunftserwartungen, die sie in der vergangenen Woche in zahlreichen Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen gesammelt und diskutiert hatten. Zahlreiche Banner mit mehr als 500 Botschaften der Beschäftigten machten, deutlich, welche Themen die Menschen aktuell bewegen und welche Erwartungen sie an Unternehmen und Politik riichten.
„Wir sind nicht hier, um die Vergangenheit zu verteidigen. Wir sind hier, um für die Zukunft unserer Arbeitsplätze, unserer Region und unserer Familien zu kämpfen“, betonte Benjamin Freund, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Landshut. Dabei machte die IG Metall deutlich, dass die Investitionen von BMW in Zukunftsprodukte und neue Technologien an den Standorten Dingolfing und Landshut ausdrücklich positiv bewertet werden. Diese Investitionen zeigen, dass industrielle Zukunft durch Innovation, Qualifizierung und langfristige Standortperspektiven gestaltet werden kann. Die IG Metall fordert deshalb für die gesamte Branche eine Strategie, die auf Investitionen und Zukunftsperspektiven setzt, statt auf kurzfristige Sparprogramme. Dies entspricht auch den bereits in der Ankündigung formulierten Forderungen der IG Metall Landshut.
Prof. Dr. Johanna Wenckebach, Mitglied des BMW-Aufsichtsrats, erklärte: „Die Beschäftigten sind nicht das Problem der Automobilindustrie. Sie sind
ihre größte Stärke. Wer Zukunft gestalten will, muss in Menschen, Standorte und Innovation investieren.“

Aktion vor Tor 2 des BMW Group Werks Landshut mit Banner und über 500 Botschaften der Beschäftigten. Foto: IG Metall Landshut – Marion Borst
Zugleich richteten die Beschäftigten ihre Forderungen auch an die Politik. Neben einer aktiven Industriepolitik wurden insbesondere der Erhalt der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren sowie des Blockmodells der Altersteilzeit eingefordert. Die IG Metall hatte diese Forderungen bereits im Vorfeld des Aktionstages klar benannt.
Thomas Zitzelsberger, Vorsitzender der IG Metall Vertrauensleute im BMW Group Werk Dingolfing, sagte: „Die rund 4.000 Botschaften unserer Kolleginnen und Kollegen zeigen ein klares Bild: Die Menschen wollen Sicherheit, Perspektiven und Respekt für ihre Leistung. Dafür stehen wir heute gemeinsam ein.“
Für Benjamin Freund sendet der heutige Aktionstag ein wichtiges Signal weit über die Werkstore hinaus: „Die Menschen haben heute klar gezeigt: Zukunft statt Kahlschlag. Beschäftigte wollen Veränderung gestalten, aber sie erwarten zu Recht Sicherheit, Perspektiven und Verlässlichkeit.
"Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke.“
Mit dem bundesweiten Aktionstag hat die IG Metall zugleich den Auftakt für weitere Aktivitäten in den kommenden Wochen gesetzt. Bereits am kommenden Samstag werden zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus Niederbayern an der großen Kundgebung der IG Metall in Nürnberg teilnehmen. Außerdem beginnt in Kürze die Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie, in der gute Arbeitsbedingungen, sichere Einkommen und Zukunftsperspektiven erneut eine zentrale Rolle spielen werden. Hinweise auf die Tarifrunde 2026 und die kommenden Aktionen hatte die IG Metall
Landshut bereits im Vorfeld hervorgehoben.

